Die 7 Sünden im Azubimarketing

Ja, es gab Zeiten, da war es für junge Menschen schon ein Erfolgserlebnis, in den Kreis potenzieller Auszubildender oder zum Bewerbertest eingeladen zu werden.

Aktuell aber stellt sich die Situation deutlich anders dar: Auszubildende sind zu einem knappen Gut geworden – und wer hier Besonderes erwartet, muss auch Besonderes bieten können. Das gelingt leider nicht jedem Unternehmen.

GUTE LEUTE können im Rahmen einer starken Arbeitgebermarke und vor allem auch aus dem eigenen Nachwuchs rekrutiert werden. Mit einem Augenzwinkern zeigen wir Ihnen hier sieben typische und gern begangene Sünden auf, die sie tunlichst vermeiden sollten, wenn Sie bei jungen Menschen als Arbeitgeber punkten möchten.

Sünde 1: In Deckung gehen

Bleiben Sie stets auf dem eigenen Firmengelände und meiden Sie Öffentlichkeit. Überlassen Sie lokale Messen oder Events mit jugendlichem Publikum einfach Ihren Wettbewerbern. Clevere Jugendliche werde Sie auch so finden.

Sünde 2: Digitale Medien meiden

Eine Stellenanzeige? Wenn, dann nur in der lokalen Tageszeitung oder Anzeigenblättchen. Das Internet und Jobportale wie azubister, TalentHero, Stepstone oder Monster sind doch Teufelszeug und nur was für Nerds. Und hören Sie nicht auf Stimmen, die Ihnen bei Facebook eine Azubi-Ansprache mit zielgruppengenauen Profilen zu einem überschaubaren Kosten anbieten wollen.

Sünde 3: Auf Social Media verzichten

Überhaupt: Social Media und soziale Plattformen wie Facebook, Instagram, Pinterest und auch Youtube sind rausgeschmissenes Geld. Nur weil dort viele 15-19jährige auch in Sachen Ausbildung unterwegs sind, müssen sie sich da ja nicht blicken lassen. Wäre ja noch schöner, dort mit interessantem Content oder witzigen Beiträgen auf sich aufmerksam zu machen.    

Sünde 4: Empfehlungen von Mitarbeitern vermeiden

Sie kennen jemanden, idealerweise sogar aus dem Kreise Ihre Auszubildenden, die gerne ein Blog schreiben und aus seiner Arbeitswelt berichten würde? Mit spannenden und auch persönlichen Beschreibungen von interessante Projekten und Events? Hauen Sie ihm auf die Finger – das grenzt ja schon an Werksverrat und Übermotiviertheit!

Sünde 5: Keine Perspektiven bieten

Heute Azubi – morgen ein Mitarbeiter: Wer Azubis eine Perspektive bietet, muss sich nicht wundern, wenn die dann übernommen werden wollen und zur Zukunftssicherung Ihres Unternehmens beitragen. Also Vorsicht mit Perspektiven – die können motivierend wirken!

Sünde 6: Auf Abstand zu Schulen gehen

Die Schule: Wohl an keinem anderen Ort finden sich auf einen Schlag mehr potentielle Auszubildende. Da wäre es sicher eine verwegene Idee, dort mit kleinen Vorträgen auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen – oder gar interessierten Schülern ein Schnupper-Praktikum anzubieten, um ihnen eine realistischen Einblick ins Arbeitsleben zu geben. Also lieber lassen.

Sünde 7: Alleine können wir´s besser

Meiden Sie zu engen Kontakt mit Auszubildenden-Kammer und Verbänden – oder mit den Berufsinformationszentren (BIZ) und der Agentur für Arbeit der Stadt. Hier versucht man sie mit Seminaren zu unterstützen, was natürlich ihre Ausbildungsarbeit umkrempeln könnte. Wo kämen wir denn da hin!

Das waren sie, unsere 7 Sünden bei der Azubi-Suche. Schön, wenn Sie diese konsequent ignorieren. Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg.